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William Somerset Maugham:
Nur ein mittelmäßiger Mensch ist immer in Hochform.

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Teufelskiste stellt sich vor

Ein Stein und seine Geschichte

 
Teufelskiste stellt sich vor
(Ein Bericht von Daniela Weiher)

5 m lang, zwischen 2,5 und 1 m breit,
1-1,20 m dick, ca. 20.000 kg schwer

Auf der Landkarte finden wir eine rote Markierung in der Nähe des kleinen Dorfes Beiert: Teufelskiste (heidnische Fundstätte)
Was ist nur so besonderes an diesem Ort?
Als ich noch zur (Grund)Schule in Winterscheid ging, haben wir Ausflüge zu diesem Ort unternommen. Als ich vor einigen Jahren diese Stelle noch mal besuchen wollte, habe ich sie erst nicht wieder gefunden.
Tief im Wald versteckt am Abhang des Bröltales liegt dieser Stein.
Warum liegt er dort und wie kam er dort hin??

Dazu gibt es einige Theorien:

 


Die erste Sage stammt aus dem Winterscheider Heimatbuch:
Von Karl Schmitz

Im Bröltal gegenüber dem Beierter Steg führt ein Fußpfad steil an nach Beiert. Auf der Höhe liegt auf einem jäh ins Tal abfallenden, hohen Felsen ein gewaltiger Steinblock, der im Volksmund Teufelskiste genannt wird. Wer erzählt die Sage? In jener alten Zeit, als Siedler kamen, um sich auf den Höhen des Bröltales anzubauen, bekamen sie Streit mit dem Herrn von Satanssohn, der sich gegen Gottes Willen in den Besitz des schönen Brölgaues gesetzt hatte. Der Gau war bevölkert von zahlreichen Geistern, die ihrem Herrn willenlos Gefolgschaft leisteten. Sie mussten den ungestümen Bach peitschen, wenn er über seine Ufer sprang, das Wild des Waldes zum Appell (gemeinsames Antreten) auf die Höhe einholen und die Vögel zum Konzert. Dann setzte sich der Fürst auf seinen Thron, umschwärmt von seinen Gesellen, und gab Befehl für ihr Verhalten in seinem Reich. Wenn der Vogelsang beendet war, erhob sich der Fürst, schlug seinen Flammenmantel auseinander und war verschwunden.
Die Siedler aber konnten nicht in Frieden ihre Hütten bauen, den Garten bepflanzen und den Wald roden. Satanssohn mit seinem Anhang zerstörte, was sie aufbauten. Da erklärten sie ihm den Krieg. Und es eilten alle Siedler herbei, die von Neunkirchen, Much, Homburg, Winterscheid und der ganzen Gegend. Auf der Beierter Höhe wurde in nebeliger Novembernacht erbittert gekämpft. Auf der Seite der Bauern erschien der Erzengel Michael mit flammendem Schwert. Die Geister des Bösen flohen. Er wurde von den mutigen Bauern umringt, gefangen und in eiserne Ketten gelegt. Dann grub man ein Grab, schmiedete den Widersacher darin fest und wälzte den Steinklotz darüber. Von dieser Zeit an hatten die Siedler Ruhe und konnten ungestört ihre Arbeit tun. – Wenn aber die Bewohner des Bröltales uneinig werden und wenn sie zum Angelusläuten nicht den Engel des Herrn beten, dann fängt der Teufelsfürst dann unten an zu toben, so dass der Stein sich bewegt und ins Tal hinabzustürzen droht.

Die zweite Sage stammt aus dem Winterscheider Heimatblatt:
Von Erwin Müller
Vor vielen hundert Jahren sollen die Bürger des oberhalb gelegenen Ortes Winterscheid in den Augen Gottes durch zügelloses Leben in Ungnade gefallen sein. Daraufhin habe Gott den Teufel gebeten, die Bürger von Winterscheid zu bestrafen. Der Teufel nahm einen großen Stein und warf ihn auf den Ort Winterscheid. Er zielte jedoch so schlecht, daß der Stein weit neben dem Ort aufschlug. Die Bürger von Winterscheid faßten dies als Warnung auf und besserten ihren Lebenswandel.

Alle weiteren Sagen sind aus einem Buch von Leo Lammert / Heimat und Geschichtsverein Neunkirchen-Seelscheid

Die dritte Sage:
Verfasser unbekannt
Vor vielen hundert Jahren gerieten sich die Junggesellen von Neunkirchen und Winterscheid wegen eines hübschen Mädchens in die Haare. Die Schöne ließ ihre Gunst den Junggesellen von Neunkirchen zukommen. Wut und Enttäuschung waren der Grund, weshalb die Junggesellen von Winterscheid Rache nahmen. Sie schleuderten den schweren Stein gegen Neunkirchen, zielten jedoch so schlecht, daß der Stein auf halben Wege liegenblieb.

Die vierte Sage:
Verfasser unbekannt
Direkt unterhalb der Teufelskiste, im herrlich gelegenen Bröltal soll vor vielen hundert Jahren eine alte Mühle gestanden haben. Ein starkes Unwetter und nachfolgende Überschwemmungen, veranlassten den Müller und seine Familie, die Mühle zu verlassen. Sie flüchteten auf den oberhalb der Mühle gelegenen Berg. Die Fluten waren derart stark, dass sie die Mühle größtenteils zerstörten. Als der Müller das vom Berg aus ah, fluchte er gegen Gott und sprach Verwünschungen aus. Hiernach gab es einen großen Donnerschlag, und ein riesiger Stein fiel vom Himmel, der den Müller und seine Familie unter sich begrub.

Die fünfte Sage:
Verfasser unbekannt
Unter dem großen Stein, genannt „die Teufelskiste“, soll ein Goldschatz begraben liegen. Derjenige, der einen aufrichtigen Lebenswandel führe und einen guten Leumund habe, möge diesen Stein bei Vollmond gegen Mitternacht beim Ruf eines Käuzchens wegrollen. Wer dies könne, würde in den Besitz des Goldschatzes gelangen.

Die sechste Sage:
Verfasser unbekannt
In der Nähe von Beiert wohnte ein armer Bauer, der wegen schlechter Ernten seine große Familie nicht ernähren konnte. Da kam ihm der Teufel zur Hilfe und bot ihm an, mit Geld und Schätzen zu helfen, aber dafür müsse er ihm seine Seele verkaufen. In seiner Not ging das Bäuerlein darauf ein und bekam vom Teufel eine große Kiste mit Geld und sonstigen Schätzen. Als der Teufel kam, um sich die Seele abzuholen, flüchtete der Bauer in das Kapellchen bei Beiert und war somit vor dem Teufel sicher. Die Schatzkiste, die jetzt unter der Teufelskiste liegt, hat der Teufel aus Wut mit diesem schweren Stein zugeworfen, damit der Bauer nicht mehr herankommen konnte. Nur freitags bei Vollmond, um 24.00 Uhr, kann der Schatz gehoben werden.

Die siebte Sage:
Verfasser Fritz Koch!?
Unweit der Burg Herrenstein liegt auf einer bewaldeten Bergnase die sogenannte Teufelskiste, ein Felsbrocken von ansehnlichem Ausmaße. Was es hiermit auf sich hat, erzählt man seit urdenklichen Zeiten in den Kirchspielen Winterscheid und Schönenberg. Und auch anderswo wissen die Leute darüber zu berichten. Vor vielen, vielen Jahren, gerade als die Menschen die erste Kunde von der neuen Religion, dem Christentum, erhielten, lebten in den Wäldern des Bröltales noch Menschen, die der neuen Botschaft von der Nächstenliebe kein rechtes Vertrauen schenken wollten. Sie hielten es mehr mit dem Teufel und tanzten in sturmdurchtosten Nächten zu seiner Ehre. Hierbei erscheine der Teufel leibhaftig und ließ sich von diesen Heiden anbeten. So geschah es eines Tages, dass in einer wilden Nacht die Heiden sich zusammenfanden, um dem Teufel durch Opfer und Tanz zu huldigen. Schließlich erschien der Teufel, und alle tanzten um ihn herum. Doch plötzlich, wie von einer Riesenfaust bewegt, löste sich ein schwerer Felsbrocken und begräbt den Teufel unter sich. Die Hoffnung der Heiden, daß es für den Teufel ein Leichtes sein werde, sich von dem Felsen zu befreien, erfüllte sich nicht. So erkannten sie die Ohnmacht ihres Abgottes und ließen sich willig taufen. Der Teufel aber liegt bis auf den heutigen Tag unter dem Stein begraben, und jeder möge sich hüten, den Stein aufzuheben, denn dann ist der Teufel wieder im Lande.

 

 

 

 

 

  

 

 

 

 

 

 

 

                

 

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Die Gemeinde besteht neben den drei Hauptorten Ruppichteroth, Schönenberg und Winterscheid aus folgenden weiteren Ortsteilen: Ahe, Bacherhof, Bechlingen, Beiert, Berg, Bölkum, Bornscheid, Bröleck, Brölerhof, Broscheid, Büchel, Damm, Derenbach, Dörgen, Ennenbach, Fußberg, Fußhollen, Gießelbach, Hänscheid, Hambuchen, Harth, Hatterscheid, Herrenbröl, Herrnstein, Hodgeroth, Holenfeld, Honscheid, Hove, Ifang, Ingersau, Jünkersfeld, Junkersaurenbach, Kämerscheid, Kammerich, Kesselscheid, Köttingen, Krahwinkel, Kuchem, Litterscheid, Millerscheid, Mittelsaurenbach, Neuenhof bei Ruppichteroth, Neuenhof bei Winterscheid, Niederlückerath, Niederpropach, Niedersaurenbach, Oberlückerath, Obersaurenbach, Oeleroth, Paulinenthal, Pulvermühle, Reiferscheid, Retscheroth, Rose, Rotscheroth, Scheid, Schmitzdörfgen, Schmitzhöfgen, Schneppe, Schreckenberg, Stockum, Stranzenbach, Straße, Tanneck, Thal, Thilhove, Velken, Wingenbach, Wingenbacherhof, Winterscheiderbröl, Winterscheidermühle.

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